Eiweißabschäumer sind eine einfache Möglichkeit Schadstoffe die von anderen Filtern nicht erfasst werden aus dem Wasser zu entfernen. Eiweißabschäumer sind in der Aquaristik schon seit langen bekannt, werden aber zunehmend auch in Koi-Hälterungen eingesetzt.
Wie funktionieren Eiweißabschäumer?
Das Prinzip des Eiweißabschäumers ist wie alle guten Ideen recht einfach. Über eine Venturidüse oder eine separate Luftpumpe werden Luftbläschen ins Wasser geblasen. An der Grenzschicht der Luftbläschen zwischen Wasser und Luft werden die Schmutzteilchen und Moleküle festgehalten. So bildet sich ein fester Schaum, der einfach aus dem Abschäumer ausgeschieden werden kann. Dieses Prinzip kommt aus der industriellen Wasseraufbereitung. Dort nennt man es Flotationsprinzip. Da in dem Schaum auch kleinste Spuren von Schadstoffen gefangen werden, kann ein solcher Eiweißabschäumer auch Stoffe wie Proteine, Schwermetalle, Phosphate und Farbstoffe aus dem Wasser abscheiden. Dies kann kein anderer Aquariumfilter oder Teichfilter leisten.
Eiweißabschäumer sind sehr effektiv in Meerwasser-Aquarien, da das Salzwasser die Schaumbildung unterstützt. Im Salzwasser verbinden sich die kleinen Luftblasen nicht so schnell zu Größeren, so sind die Trennflächen zwischen Wasser und Luft größer. Was den Prozess unterstützt. Bei Süßwasser-Eiweißabscheidern ist es wichtig möglichst kleine Luftbläschen zu erzeugen und diese möglichst lange bei niedrigem Wasserdruck aufsteigen zu lassen. Je länger die Luftbläschen Zeit haben um aufzusteigen, desto mehr Schmutzstoffe können angelagert werden. Werden die Reaktoren allerdings zu hoch, kommt es zu einer starken Ausdehnung der aufsteigenden Luftbläschen und sie verbinden sich zu größeren Blasen.
Für die Luftversorgung der Abschäumer gibt es zwei Prinzipien auf dem Markt. Zum einen werden die Luftbläschen über eine Belüfterpumpe und Ausströmersteine erzeugt. In dem anderen, moderneren, Verfahren übernimmt eine Venturidüse die Erzeugung der Luftbläschen. Vorteil eine Venturidüse ist das sie keinen Stromanschluss braucht und die Luftbläschen werden schon im Zulauf erzeugt, was zu einer längeren Kontaktzeit führt. Das verbessert die Effektivität deutlich.
In der Aquaristik werden Eiweißabschäumer zum Einhängen am Beckenrand oder zum entfernten Aufstellen angeboten. Diese Abschäumer sind meist schon mit eigener Pumpe versehen und werden Steckerfertig geliefert. Hier unser Angebot an Eiweißabschäumer für Aquarien. Und über diesen Link findet man Eiweißabschäumer für den Teich.
Im Teichbau werden Eiweißabschäumer meist ohne Pumpe geliefert. Da die Durchflussmenge bei den Abschäumern begrenzt ist und diese auch durch die kleineren Durchlässe einen erheblichen Druckverlust verursachen sollte man sie getrennt vom Hauptfilter betreiben. Ideal ist es, wenn man nach dem regulären Teichfilter Wasser über eine eigen Pumpe abzweigt und durch den Abschäumer schickt. So hat man schon vorgereinigtes Wasser und muss keine zu starke Verschmutzung des Eiweißabschäumers befürchten. Den ausgeschiedenen Schaum kann man problemlos in einem Behälter neben dem Abschäumer sammeln. Es wird nur sehr wenig Wasser mit dem Schaum ausgestoßen so sind die Mengen sehr gering. Ein Anschluss an den Abwasserkanal ist so nicht zwingend notwendig. Eiweißabschäumer brauchen, bedingt durch die Venturidüsen, einen bestimmten Durchfluss und Druck. Hier sollte man sich möglichst genau an die Vorgaben des Herstellers halten. Und auch Druckverluste von der Pumpe bis zum Abschäumer müssen berücksichtigt werden.
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